Was ist die Saisonabhängige Depression ?

Die saisonabhängige Depression ist eine Stimmungsstörung, bei der die Hauptcharakteristik die jährliche Wiederholung ist: jedes Jahr, wenn der Winter sich nähert, kommt sie wie ein Störenfried um die Stimmung durcheinanderzubringen. Die Initialen SAD (Seasonal Affective Disorder) oder SAS (Saisonal-Affektive Störung) werden häufig benutzt um von der saisonabhängigen Depression zu sprechen.

Im Jahre 1984 wurde diese vom Psychiater Norman Rosenthal wissenschaftlich nachgewiesen, und heutzutage sind offiziell 3-5% der Bevölkerung davon betroffen, dennoch ist diese Zahl niedrig aufgrund der Unterschätzung dieser Krankheit durch Ärzte und durch die betroffenen Personen. Der „Winter-Blues“, oder auch umgangssprachlich der „Winter-Durchhänger“, ist eine leichtere und volkstümlichere Variante der saisonabhängigen Depression, und betrifft ungefähr 20 bis 30% der Bevölkerung

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Die Symptome der Saisonabhängige Depression

  • Müdigkeit beim Aufwachen und während des Tages
  • Appetitzunahme, gesteigerte Lust auf reiche und süße Nahrungsmittel
  • Desinteresse für soziale und professionelle Aktivitäten
  • Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Depressionszustände
  • Schlafstörungen (Schlafsucht und/oder Schlaflosigkeit)
  • Reizbarkeit und Angstzustände
  • Libidoverlust
  • Energie- und Motivationsverlust

Die Häufigkeit des Auftretens und die Stärke dieser Symptome können bei einer Person von Jahr zu Jahr variieren. Die Betroffenheit von einer saisonabhängigen Depression ist höchstwahrscheinlich vorhanden, sobald die Symptome Einwirkungen auf den Alltagsablauf zeigen, und sich zwei oder drei aufeinanderfolgende Jahre auswirken.

Die Ursachen der Winterdepression

Der SAD ist eine Störung, dessen Ursachen noch nicht bekannt sind. Man weiß jedoch schon, dass der Helligkeitsverlust im Winter eine Verstimmung der Sekretion von Hormonen verursacht (Serotonin, Dopamin, Melatonin, etc.), welche für unser Wohlbefinden und unsere Stimmung verantwortlich sind.

Die Lichttherapie zur behandlung der Saisonabhängigen Depression

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In der Schweiz ist die saisonabhängige Depression eine Stimmungstörung, welche vom medizinischen (im Handbuch DSM-IV inbegriffen) und wissenschaftlichen System anerkannt wird, und dessen Behandlung mit der Lichttherapie von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, sobald der behandelnde Arzt diese Störung diagnostiziert.

Die Lichttherapie ermöglicht es, den Rückgang des Lichtes im Winter auszugleichen, und die unterschiedlichen hormonellen Sekretionen wieder in Gleichgewicht zu bringen. Die empfohlene ärztliche Behandlung ist:

  • eine 20-30-minütige Sitzung vor einer 10 000 Lux* aussendenden Lampe
  • früh morgens (im Idealfall zwischen 6h30 und 8h30)
  • mindestens während einer 2-Wochen Kur

*ein Lux = das Licht einer Kerze

Manche Personen müssen die Lichttherapie den ganzen Winter lang benutzen, um in Form zu bleiben. Die 2.500 Lux-ausstrahlenden Lampen sind ebenso wirksam um eine SAD zu kurieren, solange sie 90-120 Minuten lang benutzt werden.

Die Lichttherapie hat nicht wie geplant funktioniert? Bei ungefähr 5% der Bevölkerung muss die Lichttherapie individuell angepasst werden. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt und kontaktieren Sie uns für individuelle Ratschläge.

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Das Aufwachen bedeutet keinen Stress mehr, man fühlt sich bereit aufzuwachen und ist wahrlich besserer Laune!

  • Aufwachen ohne Stress oder Müdigkeit
  • Hilfe beim Einschlafen
  • Stabilisierung des Schlafrhythmus und Verstärkung der Inneren Uhr
  • Stimmungsregulator und verstärkte Aufmerksamkeit am Tag
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Bibliographische Angaben

  • Lam, R.W., and Levitan, R.D. (2000). Pathophysiology of seasonal affective disorder: a review. J Psychiatry Neuroscience, 25(5), 469-480.
  • Lavoie, M-P., and Hébert, M. (2007). Faire la lumière sur le trouble affectif saisonnier. Canadian Psychology, 48(3), 187-199.
  • Terman, M. (2007). Evolving application of light therapy. Sleep Medicine Reviews, 11, 497-507.
  • Terman, M., and Terman, J.S. (2005). Light Therapy for Seasonal and nonseasonal depression: Efficacy, protocol, safety and side effects. CNS Spectrums, 10(8), 647-663.