Die Gefahr verbunden mit Blauem Licht : Worum geht es eigentlich ?

By: Corentin Sauthier In: News On: Comment: 0 views: 86

In den letzten Monaten haben mehrere Forschungsartikel, Presseartikel oder Reportagen die mit Blaulicht verbundenen potentiellen Risiken aufgezeigt. Aber was versteht man unter Blaulicht?

Das Blaulicht ist Bestandteil des sichtbaren Lichtspektrums und ist praktisch Teil aller uns umgebenden Lichtquellen. Auch wenn uns das Licht der Sonne oder des Badezimmers weiss erscheint, besteht es in Wirklichkeit aus mehreren Farben, die man in Nanometern (nm) misst, und die zusammen den mehr oder weniger sichtbaren weissen Teint ergeben.

   

Um das Problem mit dem Blaulicht besser zu verstehen, müssen wir drei Punkte genauer betrachten :

  

1. Um welches Blau geht es eigentlich?

Es gibt eine ganze Bandbreite an Blautönen, von blauviolett in der Nähe des UV-Lichts bis zum türkisen hellblau in der Nähe des Grünlichts. Daher die erste Feststellung: Wenn man von der Gefahr des Blaulichts spricht, muss man zunächst wissen, von welchem Blau man spricht. Bekannterweise ist UV-Licht unterhalb der 400 nm schädlich für die Augen und die Haut. Anderseits ist Blaulicht um 480 nm als das stimulierendste Licht für die biologische Uhr erkannt worden. Es ist im Sonnenlicht erhalten, doch weit vom UV-Licht entfernt, und erlaubt unserem Körper, sich jeden Morgen mit dem Tag-Nacht-Wechsel abzugleichen. Bis zu einem bestimmten Grad gilt Blaulicht um 480 nm als unbedenklich für die Augen und wichtig für das Wach-Schlaf-Gleichgewicht. Allerdings bestehen ophthalmologische Risiken bei den Blautönen zwischen 400 und 480 nm. Die Auswirkungen einer Überbelichtung mit dieser Art von Blau wurde noch nicht ermittelt, könnte aber möglicherweise das Altern der Augen beschleunigen und das Risiko des Abbaus der Makula vergrössern.

 

2. LEDs und Blaulicht

Warum beschuldigt man hauptsächlich die LEDs, wenn man von Blaulicht spricht? Die geläufigste Art der LED-Herstellung bringt ein Ungleichgewicht des Lichtspektrums im Blaubereich mit sich. Kurz gesagt erzeugt ein LED im Wesentlichen einen Spitzenwert im Blaubereich, um 430-450 nm, zu dem weitere Farben kommen, die ihr ein mehr oder weniger weisslichen oder gelblichen Farbton verleihen. Aber das Problem steht fest: Die Blaulichtspitze liegt genau im oben erwähnten Risikobereich zwischen 400 und 460 nm. Anders gesagt setzen uns die LEDs durch ihr Ungleichgewicht einer Blaulichtkonzentration aus, deren Langzeitfolgen man noch nicht kennt. Ein Ratschlag: Für zuhause empfehlen sich warme LEDs, deren Blauanteil zwar nicht verschwindet, doch stark verringert ist.

  

3. Die Überbelichtung

Wegen ihres geringen Stromverbrauchs haben sich die LED überall durchgesetzt und statten praktisch alle tagtäglichen Leuchtobjekte aus: Smartphone-Bildschirme, Rechner, Fernseher, Autoscheinwerfer, Strassenlampen, Beleuchtung daheim und bei der Arbeit. In 24 Stunden sind unsere Augen permanent dem Licht der LEDs ausgesetzt. Daher kann das Phänomen der Überbelichtung das Risiko langfristig schädlicher Auswirkungen erhöhen.

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