Nebenwirkungen und Kontraindikationen der Rot- und Infrarot-Phototherapie

Infrarotlicht gilt als relativ sichere und nicht invasive Therapie, aber wie jede medizinische Behandlung kann sie manchmal Nebenwirkungen haben. Vorsichtshalber darf bei bestimmten Krankheiten oder Gesundheitszuständen die Infrarotlichttherapie nicht angewendet werden.

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Die Nebenwirkungen

Im Folgenden sind einige mögliche Nebenwirkungen von Infrarotlicht aufgeführt, die jedoch durch eine angemessene und schrittweise Anwendung der Behandlung (siehe unten) vermieden oder eingeschränkt werden können:

  1. Hautreaktionen: In seltenen Fällen kann es bei manchen Menschen nach der Bestrahlung mit Infrarotlicht zu Hautreaktionen wie Rötung, Juckreiz oder Schwellung kommen. 
  2. Hautverbrennungen: Bei unsachgemäßer Anwendung oder zu hoher Bestrahlungsstärke kann es zu Hautverbrennungen kommen. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen des Herstellers befolgen und eine qualifizierte medizinische Fachkraft konsultieren, um die geeignete Dosis für Ihren speziellen Zustand zu bestimmen.
  3. Trockene Augen: Die längere Anwendung von Infrarotlicht im Gesicht oder in einem nahe gelegenen Bereich kann zu trockenen Augen führen. Es wird empfohlen, eine in der Regel mitgelieferte Schutzbrille zu tragen oder die Augen zu schließen.
  4. Ermüdung der Augen: Helles Licht kann die Augen ermüden, was zu Kopfschmerzen und verschwommenem Sehen führen kann. Infrarotlampen sind für die Bestrahlung des Körpers und nicht der Augen bestimmt. Dieses Risiko ist begrenzt, wenn Sie die Anweisungen des Herstellers befolgen und vermeiden, in das Licht zu schauen.
  5. Wärmeempfindlichkeit: Infrarotstrahlen strahlen eine leichte Wärme ab, die für Personen, deren Haut auf Temperaturänderungen reagiert (z. B. bei Rosacea), unangenehm werden kann.

Angemessene und schrittweise Nutzung

Um Nebenwirkungen zu vermeiden oder zu begrenzen, ermöglicht eine schrittweise Exposition der Haut, die neue Energieform aufzunehmen und sich daran anzupassen, anstatt stark darauf zu reagieren:

  • Beginnen Sie damit, einen kleinen Hautbereich 2-3 Minuten lang zu belichten, und beobachten Sie, ob in den folgenden Stunden eventuelle Reaktionen auftreten. 
  • Erhöhen Sie die Dauer der Lichteinwirkung allmählich, beginnend mit 5 Minuten, und verteilen Sie die Sitzungen bei Bedarf auf jeden zweiten Tag.
  • Schließen Sie während der Sitzung die Augen oder tragen Sie die mitgelieferte Schutzbrille.
  • Überschreiten Sie nicht die in der Gebrauchsanweisung angegebene Zeit.
  • Trinken Sie vor oder nach der Sitzung ein Glas Wasser.

Wenn die Symptome trotz dieser Ratschläge anhalten, beenden Sie die Lichteinwirkung und wenden Sie sich an Ihren Facharzt.

Die Kontraindikationen

Da es bei dieser Bevölkerungsgruppe keine Erfahrungswerte gibt, sollten schwangere Frauen diese Therapie während der Schwangerschaft nicht anwenden. 

Personen mit Blutgerinnungsstörungen, wie z. B. Hämophilie, sollten diese Technik ebenfalls nicht anwenden. Die Rot- und Infrarot-Phototherapie kann bei Menschen mit diesen Störungen Blutungen oder Blutergüsse verursachen. 

Diese Kontraindikation gilt auch für Personen, die an aktiven oder vermuteten Krebserkrankungen gelitten haben. Die Wellenlängen von rotem und infrarotem Licht können das Wachstum von Krebszellen anregen, was den Zustand verschlimmern kann. Es ist wichtig, dass Sie vor der Anwendung dieser Technik einen Arzt konsultieren, wenn Sie eine Vorgeschichte von Krebs haben.

Personen, die überempfindlich auf Licht reagieren oder an einer Hautkrankheit wie Schuppenflechte oder Ekzemen leiden, sollten vor der Anwendung einer Infrarotlampe den Rat ihres Facharztes einholen, um sicherzustellen, dass die Behandlung den Zustand der Haut nicht verschlechtert. 

Schließlich können einige photosensibilisierende Medikamente die Haut empfindlicher gegenüber ultravioletter (UV-) Strahlung machen. Infrarotlampen geben keine UV-Strahlen ab, sollten aber ebenfalls nur nach vorheriger Absprache mit dem Facharzt verwendet werden. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, die Bestrahlung schrittweise mit einer kurzen Bestrahlungsdauer zu beginnen.

Die gefährdete Personen

Obwohl die Infrarot-Phototherapie als relativ sicher gilt, kann diese Therapie für manche Menschen potenzielle Risiken bergen. Neben den oben genannten Nebenwirkungen kann die Verwendung einer Infrarotlampe bei Personen mit bestimmten Gesundheitszuständen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Hauterkrankungen Risiken bergen.

Darüber hinaus kann die unsachgemäße Verwendung einer Infrarotlampe zu Haut- und Augenschäden führen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Sie die Anweisungen des Herstellers befolgen und im Zweifelsfall vor Beginn Ihrer Infrarotbehandlung eine medizinische Fachkraft konsultieren.

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